DHL baut seine Elektroflotte weiter aus
Intelligentes Management verdoppelt Ladevorgänge trotz Einschränkungen im Stromnetz
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DHL (Niederlande)
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Gebühren für Unternehmensflotten
Flotten- und Depotaufladung
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Intelligentes Aufladen (EDGE)
Plattform für die Verwaltung von Vorgängen
Station Management
Integration von Hardware
DHL elektrifiziert seine Lieferfahrzeugflotte rasch, aber das überlastete Stromnetz stellt eine Herausforderung dar. Dank der intelligenten EDGE-Ladeplattform von Last Mile Solutions kann das Unternehmen trotz begrenzter Netzkapazitäten weiter expandieren und bis zu doppelt so viele Fahrzeuge pro Standort vollständig aufladen, sagt Anne-Jan Telgen von DHL.
Als wichtiger Akteur in Logistik und Versand unterstützt DHL sowohl lokale als auch internationale E-Commerce-Unternehmen mit skalierbaren Logistiklösungen. Das Unternehmen betreibt ein dichtes Netz von Paketshops, Depots und Terminals, wobei der Transport von 132 Standorten in den Niederlanden aus gesteuert wird. Im Rahmen seiner "Go Green"-Strategie investiert DHL in CO2-freie Lagerhäuser und elektrifiziert sowohl seine Lieferwagen als auch seine Lastwagen.
Die Herausforderung: begrenzte Ladekapazität
Seit 2022 hat DHL über 1.600 Ladestationen für seine wachsende Flotte von Elektrofahrzeugen installiert. „Wir haben zuerst alle ‚einfachen‘ Standorte abgedeckt“, sagt Anne-Jan Telgen, operative Projektmanagerin bei DHL. „Bei den übrigen Standorten war es schwieriger. Die größte Herausforderung war die begrenzte Stromversorgung aus dem lokalen Netz. Das bedeutete oft, dass wir nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig aufladen konnten und auf Diesel-Transporter zurückgreifen mussten. Wir brauchten ein intelligentes Energiemanagementsystem, das den Ladebedarf an Standorten mit 10 bis über 50 Fahrzeugen effizient ausgleichen konnte.“ Nach gründlicher Recherche hat DHL drei Energiemanagementsysteme als mögliche Lösungen in die engere Wahl gezogen. Um die beste Wahl zu treffen, hat das Unternehmen alle drei an verschiedenen Standorten getestet. „Das intelligente Ladesystem EDGE von Last Mile Solutions bei weitem das effizienteste und benutzerfreundlichste“, sagt Telgen. „Es verbesserte die Ladeeffizienz erheblich und blieb dabei äußerst stabil. Und wenn Probleme auftraten, Last Mile Solutions diese schneller als die beiden anderen Anbieter.“
Eine voll funktionsfähige Lösung an einem Tag
Im Jahr 2023 führte DHL EDGE an 45 Standorten ein. Laut Telgen verlief die Implementierung reibungslos und unkompliziert. "Als europäischer Marktführer im Bereich Ladesäulenmanagement arbeitet Last Mile Solutions mit fast allen großen Ladesäulenmarken zusammen", erklärt Telgen, "das bedeutet, dass wir nicht an einen Anbieter gebunden sind. Last Mile Solutions hat außerdem alle unsere Ladegeräte vor der Installation gründlich getestet. Da EDGE lokal installiert wird, ist es nicht von der Internetverbindung oder den Reaktionszeiten der Cloud abhängig. Wir müssen das EDGE nur mit einem Kabel an jeden Ladepunkt anschließen. Da wir dies häufig tun, wenn wir neue Ladestationen installieren, gibt es nur minimale Ausfallzeiten, was den Prozess schnell und effizient macht."
Verdoppelung der Ladekapazität und neue Einnahmemöglichkeiten
An Standorten, die EDGE nutzen, konnten aufgrund der begrenzten Netzleistung bisher nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden. EDGE verteilt den verfügbaren Strom dynamisch auf alle angeschlossenen Fahrzeuge. "Dadurch können wir jetzt doppelt so viele Fahrzeuge pro Nacht vollständig aufladen", sagt Telgen. "Das ist für unseren Betrieb extrem wichtig. Die Stabilität von EDGE stellt sicher, dass alle Fahrzeuge jeden Morgen einsatzbereit sind, unabhängig von den Bedingungen". Zusätzlich zu den 2.500 Elektrofahrzeugen erlaubt DHL seinen unabhängigen Servicepartnern, an den Hub-Standorten zu laden. Diese Partner wickeln derzeit die Hälfte aller DHL-Zustellungen ab und stellen ebenfalls auf elektrische Flotten um. "Diese Partner sind wichtig für uns, deshalb wollen wir sie so gut wie möglich unterstützen", so Telgen weiter. "Deshalb kann jeder Servicepartner mit einem Elektrofahrzeug an DHL-Standorten aufladen. Die Transaktionsmanagement-Plattform von Last Mile Solutionserfasst und verrechnet automatisch jeden Ladevorgang. Dadurch entfällt der Verwaltungsaufwand für uns und unsere Partner, während gleichzeitig eine zukünftige Einnahmequelle geschaffen wird." Die intelligente Software von EDGE überwacht kontinuierlich alle Variablen des Ladenetzes, von der verfügbaren Netzleistung bis hin zum Ladestatus der einzelnen Fahrzeuge. "Dank der Daten von EDGE konnten wir feststellen, dass die Fahrzeuge lange vor ihrem Termin vollständig aufgeladen waren", sagt Telgen.
Anhand dieser Erkenntnisse kann DHL ermitteln, wie viele zusätzliche Ladestationen und Fahrzeuge wir hinzufügen können, ohne die Kapazität zu überschreiten. "Infolgedessen haben wir die Anzahl der Ladepunkte an vielen Standorten verdoppelt. Außerdem haben wir jetzt einen genauen Überblick über den Stromverbrauch unserer Verteilzentren, so dass wir den Energieverbrauch weiter optimieren können", so Telgen.
Smart charging für Lieferwagen und Lkw an jeder Art von Ladestation
Im Jahr 2025 wird DHL EDGE an 35 weiteren komplexen Standorten einsetzen. Durch den Erfolg ermutigt, bereitet DHL auch die Elektrifizierung seiner gesamten Lkw-Flotte vor. "Das wird natürlich viel mehr Energie erfordern", sagt Telgen. "Aber da EDGE mit jeder Lademarke und jedem Ladetyp funktioniert, nehmen wir diese Herausforderung mit Zuversicht an. Wir nutzen EDGE bereits an zwei Standorten, um Elektro-Lkw aufzuladen, und die Ergebnisse sind genauso überzeugend wie bei unseren Transportern. Ohne dieses System hätten wir unsere Nachhaltigkeitsziele nicht so schnell erreichen können. "DHL setzt bereits stark auf fortschrittliche Datentechnologie, um die Logistik effizienter, nachhaltiger und kundenfreundlicher zu gestalten. Das Unternehmen analysiert Daten über Fahrzeuge, Sendungen und Verkehrsmuster, um Routen, Kraftstoffverbrauch und Lieferzeiten zu optimieren.
"Mit EDGE haben wir jetzt eine wertvolle neue Datenquelle, die unseren datengesteuerten Ansatz erweitert. In Kombination mit Batteriespeichern erwarten wir in den kommenden Jahren erhebliche Effizienzsteigerungen, niedrigere Energiekosten und eine weitere CO2-Reduzierung", so Telgen abschließend.
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